Archivmeldungen 2025
Trauerrednerin Beruf- oder Berufung
Wenn ein geliebter Mensch stirbt, bleibt oft mehr als nur ein Schmerz zurück: Geschichten, Gesten, Erinnerungen, all das verdient einen würdevollen aum.
Frau Mauer begleitet als freie Trauerrednerin Familien, um diesen Raum zu schaffen – voller Wertschätzung, Persönlichkeit und Tiefe. Sie zeichnet in ihrem Vortrag auf, welche Fähigkeiten benötigt werden, um Trauerrednerin zu werden, und was sie dazu bewegt hat.
Klangvolle Feier zum Jubiläum - Festliches Orgelkonzert in der Pfarrkirche Nordheim
Anlässlich seines 25-jährigen Vereinsjubiläums lud der Hospizverein Rhön-Grabfeld zu einem besonderen musikalischen Ereignis in die Pfarrkirche Nordheim ein. An der historischen Brähler Orgel gestaltete Regionalkantor Peter Rottmann ein festliches Konzert, das zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Kirche lockte.
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Bürgermeister von Nordheim Thomas Fischer die Gäste. In seiner Ansprache arbeitete er den Unterschied zwischen der Arbeit auf der Palliativstation und der Hospizarbeit heraus und dankte den ehrenamtlichen Hospizbegleitern für ihre Arbeit.
Im Anschluss begrüßte der 1. Vorsitzende des Hospizvereins Rhön-Grabfeld, Richard Knaier und dankte allen, die zur Vorbereitung und Durchführung des Konzerts beigetragen hatten. Weitere Grüße kamen von Renate Mültner-Eckert, der Organisatorin vor Ort, die im Namen der Pfarrgemeinde zur anschließenden Verköstigung einlud. Diese war von Mitgliedern der Kirchengemeinde und den Pfadfindern liebevoll vorbereitet worden.
Das Konzert selbst bot ein eindrucksvolles Programm mit Werken aus mehreren Jahrhunderten. Den festlichen Abschluss bildete das „Te Deum“ von Guillaume Lasceux, das in der Nordheimer Kirche eindrucksvoll nachhallte.
Zwischen den Stücken hörten die Zuschauer meditative Texte die von Dr. Karin Rottmann-Hagen gesprochen wurden.
Regionalkantor Peter Rottmann bewies einmal mehr seine Virtuosität und seine feine Musikalität. Mit großer Ausdruckskraft und technischer Präzision entlockte er der historischen Brähler-Orgel Klangfarben, die das Publikum tief berührten und in Staunen versetzten.
Der langanhaltende Applaus am Ende des Konzerts und die beiden Zugaben zeigten, wie sehr das Publikum diese musikalische Jubiläumsfeier schätzte – ein Abend, der Musikgenuss und Dankbarkeit auf besondere Weise miteinander verband.
Herzlich Willkommen im Hospizverein Rhön-Grabfeld
Der Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V. freut sich, dass 10 Teilnehmer im Oktober 2025 den Qualifizierungkurs zum ehrenamtlichen Hospizbegleiter begonnen haben.
Sportliche Hospizbegleiter in der Rhön unterwegs
Sportliche Hospizbegleiter genossen einen rundum gelungenen Ausflug, der bei freundlichstem Sonnenschein von allem etwas bot: Bewegung in der Natur bei einer von Rita Lörzel geführten Wanderung rund um Oberwaldbehrungen, Innehalten beim jüdischen Friedhof im Wald, spontanes gemeinsames Singen in der evangelischen Kirche des Ortes und am Ende einen gemeinsamen Ausklang im Feuerwehrhaus. Da sich viele Teilnehmende länger nicht gesehen hatten, ergaben sich zahlreiche anregende Gespräche, deren Nachhall über den Tag hinausreichen werden.
Qualifizierungskurs zum Hospizbegleiter erfolgreich beendet
Im Jubiläumsjahr des Hospizvereins Rhön-Grabfeld e.V. endete der 13. Qualifizierungskurs für angehende Hospizbegleiter.
Eine tiefgehende und wertschätzende Kurszeit ging zu Ende: Elf Teilnehmende schlossen erfolgreich die Qualifizierung zum Hospizbegleiter ab. Das Schulungsteam führte die Gruppe mit viel Einfühlungsvermögen durch den Kurs und sorgte für eine rundum gelungene Organisation.
Die Themen der Ausbildung waren vielfältig – und oft auch emotional herausfordernd. Mit der Unterstützung von Referenten wurde das Wissen mit großem Engagement vermittelt.
Zum feierlichen Abschluss überreichte der 1. Vorsitzende des Hospizvereins, Richard Knaier, die Zertifikate an die neuen Hospizbegleiter. In seiner Ansprache bedankte er sich herzlich bei allen Teilnehmenden: „Die Gruppe hat sich zu einer Einheit entwickelt und war mit spürbarer Freude bei der Sache“, so sein Resümee.
Bei der anschließenden Abschlussfeier bot sich Gelegenheit für persönliche Gespräche und einen gemeinsamen Rückblick auf die bereichernde Zeit. Die frisch ausgebildeten Hospizbegleiter sind gespannt auf das, was sie in dieser verantwortungsvollen Aufgabe erwartet.
Das Team des Hospizverein begrüßt die neuen Hospizbegleiter in ihren Reihen recht herzlich.
Der Hospizverein plaudert
Seit einiger Zeit gibt es auf dem Marktplatz in Bad Neustadt die als „Plauderbank“ ausgewiesene Sitzgelegenheit vor C&A. Wer dort Platz nimmt, der signalisiert, dass er nichts dagegen hat, angesprochen zu werden und zu „plaudern“. Auf Einladung der Quartiersmanagerin Claudia Enders besteht in den Sommermonaten regelmäßig die Möglichkeit, sich auf dem Marktplatz über diverse Themen zu informieren. So konnte sich in diesem Rahmen am 26. Juni bei bestem Wetter jeder unter einem Schatten spendenden Schirm plaudernd über die Arbeit des Hospizvereins Rhön-Grabfeld informieren.
Wunscherfüllung durch das Hospizmobil
Wenn Kraft und Lebenszeit begrenzt sind, noch einmal einen Gottesdienst besuchen, einem Fußballspiel in der Allianzarena beiwohnen oder mit der Familie grillen. Mit dem Herzenswunsch Hospizmobil ermöglicht es das BRK Rhön-Grabfeld, schwerstkranken Menschen einen der letzten Wünsche zu erfüllen. Wünsche, die oft nicht einmal groß sind, aber scheitern könnten auf Grund eingeschränkter Mobilität oder fehlender finanzieller Mittel.
Petra Fuchs, die Mitorganisatorin des Herzenswunsch Hospizmobil, informierte im Hospizverein die Anwesenden über die Umsetzung des von ihr mit viel eigenem Herzblut begleiteten Projekts. Jeder beim BRK eingereichte Wunsch wird durch das Leitungsgremium auf seine Realisierbarkeit hin besprochen und im positiven Fall für die Betroffenen und deren Angehörige kostenfrei umgesetzt. Ermöglicht wird die Finanzierung der Herzenswunscherfüllung durch Spenden sowie durch tatkräftige Unterstützung von ca. 30 Ehrenamtlichen aus unterschiedlichsten Berufen, die sich aktiv an diesem Projekt beteiligen und die ihre Motivation aus der Freude, schwerstkranken einen Wunsch erfüllen zu können, erhalten.
Feierlicher Festakt zum 25-jährigen Jubiläum des Hospizverein Rhön-Grabfeld
Mit einer Reihe von Veranstaltungen feiert der Hospizverein Rhön-Grabfeld in diesem Jahr sein 25jähriges Jubiläum. Letzten Freitag stand der feierliche Festakt im Alten Amtshaus Bad Neustadt auf dem Programm, zu dem sich eine große Anzahl an Gästen einfand.
Zur richtigen Einstimmung wurden diese vom Butler George (Herr Christoph Gilsbach) am Eingang des ehrwürdigen Gebäudes in Empfang genommen. Nach einer kurzen Zusammenkunft im Basement ging es zum Veranstaltungsraum im 1. Obergeschoss, wo das Klassik Trio, bestehend aus Frau Ariadne Weigert, Dr. Stefan Hiby und Dr. Wolfram Schmidt, dem Abend den angemessenen musikalischen Rahmen verlieh.
In seiner Begrüßung legte der 1. Vorsitzende, Herr Richard Knaier, den Fokus auf den Dank an die Gründungsmitglieder sowie den ehrenamtlich Tätigen des Vereins, die dadurch „ein Zeichen der Menschlichkeit“ setzten. Er freute sich sichtlich über die große Zahl an Gästen, die sich anlässlich des Festaktes im Amtshaus eingefunden hatten.
Die Schirmfrau der Veranstaltung, die Gesundheitspolitikerin Sabine Dittmar, stellte in Ihrem Grußwort sodann die Wichtigkeit der sozialen Funktion des Hospizvereins heraus. Sie zollte den Hospizbegleiterinnen und -begleitern höchsten Respekt und Anerkennung für Ihre Tätigkeit „da, wo sich viele andere zurückziehen“. Die Politik, so Sabine Dittmar, könne zwar die Rahmenbedingungen setzen, doch seien zur Ausführung Ehrenamtliche unentbehrlich. Zudem blieben trotz der Weiterentwicklung der Hospizbewegung innerhalb des Landkreises durchaus weitere Ziele bestehen, beispielsweise der Bedarf im Bereich Kinderhospiz.
Auch der stellvertretende Landrat, Herr Bruno Altrichter, war in seinem anschließenden Grußwort voll des Lobes und Dankes angesichts der Arbeit und des Engagements des Hospizvereins in den zurückliegenden 25 Jahren und formulierte als Ziel für die Zukunft das anhaltende Bemühen um ein Hospiz. Als kleines Zeichen der Anerkennung überreichte er, auch im Namen des Landrates Thomas Habermann, am Ende seiner Ausführungen dem 1. Vorsitzenden Richard Knaier einen Scheck.
Der 1. Vorsitzende Richard Knaier übernahm nun die Ehrungen der Gründungsmitglieder. In seiner kurzen Ansprache wurden deren Verdienste gewürdigt und alle Anwesenden erhielten jeweils eine Urkunde sowie einen Präsentkorb.
Nach einer musikalischen Pause stand ein Impulsvortrag von Christoph Gilsbach (Butler George) über die Heilkraft des Humors auf dem Programm. Herr Gilsbach engagiert sich als Klinik-Clown an der Uni-Klinik in Münster und berichtete eindrucksvoll von seinen Erfahrungen aus dem Klinik-Alltag. Zur Annäherung an das Thema wurde das Publikum dem Thema entsprechend humorvoll einbezogen.
Am Ende erfreute noch einmal das Klassik-Trio mit einem Satz aus einer Bach-Sonate die Gäste.
Mit einem gemütlichen Beisammensein klang der Abend aus.
Mit Einfachheit zur inneren Freiheit
Gespannte, ja, andächtige Stille in Bad Neustadts Stadthalle. – Als Pater Anselm Grün (80) auf die Bühne trat, hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Gut eine Stunde lang legte der Mönch aus der Benediktiner-Abtei Münsterschwarzach dar, wie wir „Einfach leben – gerade jetzt“ können.
In seinem Vortrag appellierte Anselm Grün daran, einfach zu tun, was gerade ansteht, im Einklang mit sich selbst zu kommen, anstatt darauf zu schauen, was die anderen über einen denken. Immer wieder sollte man sich sagen: “Ich bin ich selbst!“ Denn aus dem Selbst soll man leben.
Sich selbst annehmen heißt auch, so Anselm Grün, sich verstehen, für sich einzustehen. „Leben Sie und werden Sie nicht gelebt. Nehmen Sie den Anderen wahr, ohne ihn zu bewerten, sehen Sie das Gute, das Schöne, das Geheimnis jedes einzigartigen Menschen!“ Dazu gehöre das Gebet zu Gott, Musik, Schönheit, Menschen. Zudem brauche der Mensch Rituale. „Sie tun gut und ordnen unser Leben.“
Mit Beispielen aus der eigenen seelsorgerischen Praxis, aus Philosophie, Psychologie und Bibelverweisen untermauerte Grün, der auch Autor etlicher spiritueller Bücher ist, seine Thesen.
Am Ende seines einstündigen Vortrags hatte er 678 Besucher mit seiner Offenheit, Ehrlichkeit und Herzlichkeit in seinen Bann gezogen.
Der Abschluss, ein allumrundendes Gebet, endete mit einem gemeinsam gesprochenen „Amen“.
Begeisterter Applaus folgte auf die Dankesworte des Vorsitzenden Richard Knaier.
Mitgliederversammlung im Hospizverein
Auf der gut besuchten Mitgliederversammlung berichtete Richard Knaier in seiner Rolle als 1. Vorsitzender von den Tätigkeiten des Hospizvereins im zurückliegenden Jahr. Ein Schwerpunkt lag auf den Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des Vereins, dessen Anfänge und die Entwicklung in einer Chronik festgehalten wurden. Für die damit verbundene Recherche und Arbeit ging der Dank an Stefanie Frey und Thomas Baumeister. Auch den Verantwortlichen für die unter großem Zeitaufwand organisierten zahlreichen Jubiläumsveranstaltungen, die unter anderem unter Mitwirkung von Pater Anselm Grün, dem Gospelchor „Spirit of Joy“ sowie Regionalkantor Thomas Rottmann stattfinden werden, dankte der Vorsitzende, ebenso den zahlreichen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz bei den Begleitungen und allen, die durch ihr Engagement die vielfältigen Aktivitäten des Vereins ermöglichen.
Dank der intensiven Recherche von Arnold Willnat und der fachlichen Kompetenz von Ute Hiby konnte sich der Vorstand zum Thema „assistierter Suizid“ klar positionieren. Das Ergebnis mit Empfehlungen für die Hospizbegleiter kann auf der Homepage eingesehen werden.
Nachdem dank der intensiven Öffentlichkeitsarbeit der letzten Jahre immer mehr Menschen auf die Arbeit des Vereins aufmerksam geworden sind, stehen nach Abschluss der letzten Qualifizierungsmaßnahme elf weitere Ehrenamtliche für den Dienst am Nächsten zur Verfügung. Zusätzliche Qualifikationen einzelner Mitglieder ermöglichen es, eine immer größere Zahl von gut angenommenen Trauer Einzelgesprächen zu führen und eine feste Trauergruppe zu etablieren, außerdem Beratungsgespräche zu den Themen Patientenverfügung, Vorsorge- und Betreuungsvollmacht anzubieten.
In ihrer letzten Lebensphase begleitet wurden im letzten Jahr insgesamt 168 Menschen, zu Hause, in Pflegeeinrichtungen oder auf der Palliativstation.
Im Rahmen der Änderung der Vereinssatzung berichtete Herr Knaier von der Möglichkeit, Steuerbestätigungen im Rahmen der Ehrenamtspauschale für die Begleitenden und anderen im Verein ehrenamtlich Tätigen auszustellen.
Die Schatzmeisterin Helga Sterzinger konnte auf eine geordnete Finanzlage des Vereins verweisen. Die Mitgliederzahl erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 287 Mitgliedern.
Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten
Aufräumen ist häufig eine unliebsame Angelegenheit, dabei gewinnt man durch den Abwurf von „Lebensballast“ unglaublich viel Klarheit, Leichtigkeit und Freiraum. Wir schaffen uns ein Leben, das uns glücklich macht, uns erfüllt. Loslassen geht nicht von heute auf morgen, es ist ein längerer Prozess.
In einem Vortrag zum Thema „Loslassen – dein Leben aufräumen“ zeigte Jennifer Rother Wege auf, das eigene Leben und den Alltag aufzuräumen. Praktische Tipps, wie das Aufräumen des Dachbodens, das Entsorgen alter Dokumente, das Leeren überfüllter Kleiderschränke oder gezielter Einkauf gelingen kann, wurden erörtert.
Und was hat Ordnung mit dem Tod zu tun? Viele Menschen haben keine Möglichkeit mehr, durch plötzlich auftretende, lebensverkürzende Erkrankungen oder Unfälle Ordnung in ihr Leben zu bringen.
Häufig erleben Hospizbegleiter Angehörige, die vor der großen Aufgabe stehen, das Leben eines verstorbenen Menschen aufräumen zu müssen. Wie schwer kann es für Angehörige sein, diese Aufgabe zu übernehmen? Wie können Hospizbegleiter dabei unterstützen? Mit vielen Anregungen und praktischen Beispielen wurden Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Mit diesem Vortrag motivierte Jennifer Rother die Zuhörer, früh genug daran zu denken, das eigene Leben aufzuräumen, bevor es andere tun. Selbst tätig zu werden, bringt Klarheit und Ordnung in das eigene Leben.
Wahrheit am Krankenbett
„Wahrheit am Krankenbett“ – das Thema des Vortrags im Hospizverein versprach Schwieriges, zu Verdrängendes, etwas, für das man gerne eine Anweisung hätte, weil man Hilflosigkeit spürt. Wie geht man damit um, dass laut Gesetz jeder Patient ein Recht darauf hat, die Wahrheit, und sei sie auch noch so schwer erträglich, zu erfahren? Durch ihre langjährige Praxiserfahrung gelang es Frau Dr. Ute Hiby deutlich zu machen, dass zwar kein Weg an der Wahrheit vorbeiführt, diese Gespräche aber, wenn sie mit entsprechender Sensibilität, mit Einfühlungsvermögen, Rücksichtnahme und Verständnis für den anderen geführt werden, die Situation emotional entlasten können. Interessant war, daran erinnert zu werden, wie wir nicht nur mit Worten sprechen und Wahrheit auf vielfältige Weise vermitteln.
Der Vortrag machte wieder einmal deutlich, wie wichtig entsprechende Rahmenbedingungen und fachliche Kompetenz im Umgang mit existentiellen Lebenssituationen sind.
In der anschließenden Gesprächsrunde wurde deutlich, dass es Frau Dr. Ute Hiby gelungen war, den Zuhörern Mut zu machen, sich der Wahrheit am Krankenbett zu stellen.
Selbsterfahrung
Im Rahmen des Qualifizierungskurses für angehende Hospizbegleiter fand in diesem Jahr wieder ein Wahrnehmungstag statt.
Die elf Teilnehmer erfuhren in Selbsterfahrungsübungen wie sich die Wahrnehmung eines Sterbenden verändert, wenn er sich nicht mehr selbstständig im Bett bewegen kann.
Beeindruckt waren die Teilnehmer wie es sich anfühlt, wenn ein Mensch nicht in der Lage ist, sein Gehör vor der Umwelt zu verschließen oder die Augen keine Anregung erfahren.
In Form von Partnerarbeiten wurde der Umgang mit Nähe und Distanz eingeübt.
Die Wichtigkeit der nonverbalen Kommunikation wurde mit Berührungsübungen und guter Beobachtung praktisch erarbeitet.
Neue Erfahrungen konnte jeder in der Gruppe für seine ehrenamtliche Hospizbegleiter-Tätigkeit sammeln.
Am Ende des Tages wurde die Kursleiterin Frau Rita Floth von allen Teilnehmern gelobt, mit wieviel Herzblut und fachlicher Kompetenz dieser Tag durchgeführt wurde.
Archivmeldungen 2024
"Löffelweise Gutes tun…“
Die Frauengruppe „Himmel, Herrgott, Sakrament“ ist in der Gemeinde Rödles aktiv. Neue Wege sind gefragt um die Geselligkeit in der Gemeinde zu fördern. Unter dem Motto „Auf ein Wort…“ fanden in diesem Jahr Aktionen wie „Das Leben ist wie ein Aperol Spritz“ oder „Schubladendenken, muss das sein?“ statt.
Für die Aktion „Danken und Genießen“ machte sich die Frauengruppe aus Rödles an den Kochtopf um eine leckere Kürbissuppe für einen guten Zweck zu kochen. Sie verwöhnten die Gemeinde am 13. Oktober 2024 mit einer leckeren Kürbissuppe und frisch gebackenen Waffeln.
Der Erlös der Veranstaltung wurde zu Gunsten des Hospizverein Rhön-Grabfeld gespendet. Frau Geier und Frau Link übergaben die Summe von 250 Euro an den Hospizverein Rhön-Grabfeld. Der Vorstandsvorsitzenden Richard Knaier bedankte sich herzlichst für die großzügige Spende.
Die Gemeinde Rödles kann sich auch im kommenden Jahr auf viel Geselligkeit mit guten Themen verlassen, wenn es wieder heißt „Auf ein Wort…“
4. Grabfelder Gesundheitstag in Aubstadt
Der Hospizverein präsentierte sich am 13.10.2024 beim 4. Grabfelder Gesundheitstag in der Turn- und Festhalle in Aubstadt.
Unternehmen, Einrichtungen und Organisationen zum Themenfeld Gesund – Vital – Aktiv stellten sich vor und informierten über die vielfältigen Angebote die es in unserer Region gibt.
Auch der Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V. war mit einem Informationsstand auf dem Grabfelder Gesundheitstag vertreten und machte auf seine wichtige Arbeit in der Hospizversorgung aufmerksam. Viele interessierte Besucher erhielten Einblicke in die Begleitung schwerstkranker Menschen und deren Angehörige, sowie in das breite Unterstützungsangebot des Vereins.
Spende von 200 Euro an den Hospizverein
Die Senioren aus Ober-und Untereßfeld haben sich erneut engagiert und eine schöne Tradition fortgeführt: zum Fest Mariä Himmelfahrt haben sie Kräuterbüschel gebunden und diese nach dem Gottesdienst verkauft.
Mit viel Liebe und Hingabe stellten die Senioren die duftenden Kräutersträuße zusammen, die bei den Gottesdienstbesuchern großen Anklang fanden. Der Brauch des Kräuterbüschelbündelns hat nicht nur eine lange Tradition, sondern verbindet auch die Gemeinden auf besondere Weise.
Frau Marliese Katzenberger Seniorenkreisleiterin überreichte der Koordinatorin Heike Sahin am Seniorennachmittag die Spende über 200 €. Der Vorstand des Hospizverein bedankt sich herzlichst für die großzügige Spendenaktion.
Wanderung - Franziskusweg an der Thüringer Hütte
Am 21.09.2024 wanderte eine Gruppe von Hospizbegleitern bei strahlendem Sonnenschein auf dem Franziskusweg an der Thüringer Hütte.
Lichter und dichter Wald, sonnenbeschienene Wiesen, Bach-Auen und Brücken wecken Assoziationen zum Text, den Schüler und Lehrer der Holzschnitzschule Bischofsheim sowie weitere Künstler in Skulpturen umgesetzt haben. Renate Mültner-Eckert erklärte auf dem 5 km langen meditativen Rundwanderweg die 17 Stationen, die sich dem Sonnengesang des Heiligen Franziskus von Assisi widmen.
Ausgangs- und Endpunkt war die Franziskuskapelle. Sie lädt ein zum Verweilen und Meditieren und zum Gespräch.
Eine gesellige Einkehr gab es noch im Anschluss in der Thüringer Hütte.
Hospizverein feiert Sommerfest in der Rhöner Spanferkelhütte
Fast schon ist es zu einer kleinen Tradition geworden das Sommerfest des Hospizverein Rhön-Grabfeld im Garten der Rhöner-Spanferkelhütte in Unsleben zu feiern. Auch in diesem Jahr waren wieder zahlreiche Ehrenamtliche und Mitarbeitende, bei strahlendem Sonnenschein der Einladung gefolgt.
Mit dem Sommerfest möchte der Hospizverein allen danken, die sich in ihrer Freizeit und unentgeltlich für Menschen, die am Lebensende stehen, einsetzen, sie begleiten, ihre Angehörigen entlasten und Menschen, die trauern, unterstützen.
Mit einer feierlichen Andacht begann Gemeindereferentin Ursula Schäfer den Abend mit den Worten, dass an solchen Treffen die Gemeinschaft die uns Kraft, Halt und Trost gibt besonders zu spüren ist. Das gemeinsame Singen rundete die Andacht ab.
Der gesamte Abend war geprägt von einem Miteinander, dass durch das gemeinsame Essen, Reden und Lachen unterstrichen wurde. Es war ein Abend an dem die Gemeinschaft des Hospizvereins sich in einer lockeren und freudigen Atmosphäre versammelte um dieses Fest gemeinsam zu feiern.
Tabuthema Sternenkinder
Gabriela Amon, Klinikseelsorgerin im Rhön Klinikum hielt im Hospizverein einen Vortrag über Sternenkinder, deren Familien und die seelsorgerliche Begleitung.
Immer noch wird über Frühgeburten und totgeborene Kinder nicht gerne gesprochen, und ist ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Viele Eltern erfahren Unverständnis und Verdrängung, durchleben aber auch Wut, Angst und große Trauer, die sie oft mit sich selber ausmachen müssen.
Seit dem 15. Mai 2013 können Eltern die Geburt eines Kindes das mit unter 500 Gramm tot geboren wurde beim Standesamt anzeigen und ihrem Kind damit offiziell eine Existenz geben. Die Änderung des Personenstandsrechts ermöglicht damit einen würdigen Umgang mit Sternenkindern und eröffnet Eltern das Recht auf eine Bestattung.
Im Jahr 2019 begann der Beratungsprozess zum Thema „Sternenkinder“ in Bad Neustadt. Inzwischen arbeiten Vertreter und Vertreterinnen der christlichen Kirchen, der Bestattungsunternehmen, Ärzte, Hebammen und Pflegekräfte des Rhön-Klinikums sowie dem Team des Eichenhäuschen zusammen. Alle Beteiligten arbeiten intensiv an dem Ziel, daß die Sternenkinder würdevoll bestattet werden und die Eltern in dieser schwierigen Lebensphase und ihrer Trauer begleitet werden.
Die Stadt Bad Neustadt hat dieses Projekt sehr unterstützt. Im Zuge der Neugestaltung des Stadtfriedhofes wurde ein „Sternenkinderfeld“ geschaffen.
Frau Amon berichtet von ihrer Arbeit in der Klinikseelsorge. Sie lernt die werdenden Eltern im Gespräch kennen, sie begleitet sie während der ärztlichen Maßnahmen und bei der Bestattung. Trauerbegleitung wird im Anschluss vermittelt. Ein Team von Seelsorgerinnen sorgt am Rhönklinikum dafür, dass immer jemand auch neben Gabriela Amon ansprechbar ist.
Die Beisetzung der Sternenkinder erfolgt vier Mal im Jahr. Mehr als 60 Sternenkinder und deren Familien haben hier inzwischen einen Ort der Ruhe und der Trauer gefunden. Die Hospizbegleiter bedankten sich bei Frau Amon für diesen sensiblen Vortrag. Jeder spürte, daß das Thema Sternenkinder für Frau Amon eine große Herzensangelegenheit ist. Sie beendete diesen Abend mit dem Gedicht von Hanna Lothrop:
Workshop "Resilienz im Ehrenamt"
Am 06.07.2024 fand unsere Veranstaltung “Resilienz für ehrenamtlich Hospizbegleiter“ statt.
In einer inspirierenden Atmosphäre konnten die Teilnehmer wertvolle Techniken und Strategien erlenen, um ihre innere Stärke zu stabilisieren und Herausforderungen im Ehrenamt zu bewältigen.
“Resilienz“ bezeichnet die Fähigkeit schwierige Lebenssituationen und hohe Belastungen erfolgreich zu bewältigen und gestärkt daraus hervorzugehen. Besonders in der anspruchsvollen Arbeit der Hospizvereins ist diese Fähigkeit unerlässlich.
Herzlichen Dank an alle die Teilgenommen haben und an unsere Referentin Katrin Schmitt, die den Tag unvergesslich gemacht hat.
Herzliche Glückwunsche
Anlässlich des 70igsten Geburtstag des ersten Vorsitzenden Richard Knaier gratulierten recht herzlich im Namen der Hospizverein Rhön-Grabfeld eine Abordnung der Vorstandschaft.
Seinem unermüdlichen Engagement, seine herausragende Führung und seine Visionen haben maßgeblich dazu beigetragen den Verein zu dem zu machen was er heute ist.
Der Hospizverein freut sich über neue Hospizbegleiter
Im Juni 2024 wurden die 11 frisch qualifizierten Hospizbegleiterinnen vom Vorstandsvorsitzenden Richard Knaier, dem Schulungsteam und den Referenten feierlich verabschiedet.
Hospizverein Rhön-Grabfeld wählt neuen Vorstand
Im April 2024 fand die Jahreshauptversammlung des Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V. statt.
Über die Arbeit des Hospizvereins im vergangenen Jahr berichtete Richard Knaier als 1.Vorsitzender.
Viel Zuspruch erhielt der neue, im Dezember erstmals erschienene Newsletter des Vereins. Unter dem Namen „Post vom Hospizverein“ soll dieser in Zukunft zweimal jährlich erscheinen, und zwar sowohl digital als auch in Papierformat. Der Dank des Vorsitzenden ging an das vierköpfige Redaktionsteam.
Da die Hospizbegleiter häufig mit Anfragen zum Thema „Assistierter Suizid“ konfrontiert werden, erarbeitet die Vorstandschaft zurzeit ein Positionspapier zu diesem Thema.
Des Weiteren hofft der Hospizverein, innerhalb des Landkreis übergreifenden Gremiums „Hospiz- und Palliativ Versorgungsnetzwerk“ (HPVN) die in Teilen noch zögerliche Mitarbeit der Hausärzte und Pflegeheime intensivieren zu können.
Sehr bewährt hat sich die neunmonatige Ausbildung zur Qualifizierung der Hospizbegleitenden durch die entsprechenden Koordinatorinnen in Zusammenarbeit mit Referenten. Interessenten, die an dem neuen im Herbst 2024 beginnenden Kurs teilnehmen möchten, können sich ab sofort im Hospizbüro melden.
2025 steht das 25-jährige Vereinsjubiläum an. Neben einem Festakt ist u.a. ein Vortrag von Pater Anselm Grün geplant sowie eine Kinoveranstaltung und ein festlicher Gottesdienst. Auch eine Chronik des Vereins ist in Erarbeitung.
Die Schatzmeisterin Helga Sterzinger konnte auf eine geordnete Finanzlage des Vereins verweisen, die Mitgliederzahl stagnierte gegenüber dem Vorjahr bei 276 Mitgliedern.
Laut Silvia Rösing, Koordinatorin des Vereins, wurden im letzten Jahr aus der Gruppe der 60 Ehrenamtlichen 140 Menschen in der letzten Phase ihres Lebens zu Hause, in Pflegeeinrichtungen oder auf der Palliativstation begleitet. Als besonderer Schwerpunkt des Vereins wuchs die Bedeutung der Begleitung von Trauernden. Diese finden in der sich jeden 1. Donnerstag im Monat treffenden offenen Trauergruppe ein verständnisvolles Umfeld. Darüber hinaus werden von ausgebildeten Trauerbegleiterinnen über zahlreiche Einzelgespräche mit Trauernden geführt, allein im letzten Jahr waren es 50.
Auch das Interesse an Beratungsgesprächen und Vorträgen durch geschulte Mitglieder des Hospizvereins zu den Themen Patientenverfügung, Vorsorge- und Betreuungsvollmacht stieg merklich an.
Von großem Interesse waren zahlreiche Veranstaltungen für die Mitglieder, wie z. B. der Besuch im Ausbildungszentrum für Bestatter, Fortbildungen und Treffen für die Geselligkeit.
In der Zusammensetzung des Vorstands waren nach der Wahl nur kleine Veränderungen zu verzeichnen. Richard Knaier bleibt 1. Vorsitzender und Jennifer Rother ist zur 2. Vorsitzenden gewählt worden.
„Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns wieder…“
So könnte eine Trauerrede von Ramona Mauer beginnen.
Frau Ramona Mauer ist freie Trau- und Trauerrednerin. Als freie Traurednerin bietet sie freie Trauungen, Eheerneuerungsversprechen und Moderationen an.
Zu ihrem Aufgabengebiet als Trauerrednerin gehören freie Beisetzungen am Friedhof oder Friedwald, Abschiedsfeste zu Hause oder Sternenkinderbeisetzungen. Dieses war Schwerpunkt der Veranstaltung im Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V.
Frau Mauer berichtete sehr persönlich aus ihrem Arbeitsleben und ihren Erfahrungen.
Rüstzeug für eine gute Trauerrednerin ist neben Empathie, Engagement und Herzblut, dass man Kreativität für Ansprachen hat bzw. diese gut moderieren könnte.
Am Ende dieses wissenswerten Vortrags beantwortete Frau Mauer viele Fragen der Hospizbegleiter.
Besuch im Bundesausbildungszentrum der Bestatter in Münnerstadt
Im Februar 2024 besuchte der Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V. das Bundesausbildungszentrum (BAZ) der Bestatter in Münnerstadt.
Empfangen wurde der Hospizverein von Frau Sandra Heinze, sie betreut das Bundesausbildungszentrum der Bestatter in Münnerstadt und ist Ansprechpartnerin für alle Fragen zur überbetrieblichen Unterweisung, kurz: ÜLU genannt, und kümmert sich um das Prüfungswesen im Rahmen der Ausbildung zur Bestattungsfachkraft.
Frau Heinze informierte die Hospizgruppe über die Ausbildung zum Bestatter. Das BAZ wurde im Februar 2005 eröffnet und bildet deutschlandweit Auszubildende aus.
Die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft dauert drei Jahre und findet sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule statt. Zusätzlich werden in Münnerstadt überbetriebliche Unterweisungen absolviert. Die Durchführung von Trauerfeiern, Beisetzungen und Bestattungen, Riten und Gebräuche ziehen sich wie ein roter Faden durch die dreijährige Ausbildung.
Im Anschluss an den Empfang durften die Hospizbegleiter an einer Unterrichtsstunde der Auszubildenden teilnehmen. Das Thema im Fach Trauerpsychologie lautete „Massentrauer in der Gesellschaft“. Die Fragen der Auszubildenden und der Hospizbegleiter führten zu einer lebhaften Diskussion.
Im Anschluss an den Unterricht führte der Rundgang in die Räume der hygienischen Versorgung, wo die Versorgung Verstorbener erklärt wurden. Der Werkraum und die Kapelle wurden ebenfalls besichtigt. In der Kapelle konnten die Teilnehmer das Ergebnis einer Abschlussprüfung begutachten.
Die 21 Hospizbegleiter bedanken sich herzlich bei Frau Heinze, den Lehrkräften und den Auszubildenden für die ausführlichen Einblicke, die sie im Bundesausbildungszentrum in Münnerstadt gewinnen durften.
Gratualtion
Ute Hiby feierte ihren 60igsten Geburtstag. Der erste Vorsitzende Richard Knaier hob die Bedeutung von Ute Hiby in der Arbeit des Hospizvereins hervor. Ihr Engagement an der Schnittstelle zwischen Palliativstation und dem Hospizverein gewährleistet einen großen Nutzen für alle Beteiligten. Er gratulierte im Namen des Hospizverein dazu recht herzlich und bedankte sich, einerseits für ihren Einsatz in der Vorstandschaft und auch als Referentin zu diversen Themen.
Die Rhönperle spendet die Einnahmen aus ihrem Plätzchenverkauf zugunsten des Hospizvereins Rhön-Grabfeld e.V.
Insgesamt 66 Päckchen wurden liebevoll produziert und dekoriert.
„Das Backen hat zwar einige zusätzliche Arbeitsstunden, aber auch sehr viel Freude gebracht“, sagte Astrid Schlereth, seit über 10 Jahren Inhaberin des Traditionsbetriebs in der Innenstadt von Bad Neustadt.
„Wir waren überwältigt von der Resonanz. So war für uns schnell klar, dass wir den Erlös aufstocken und einem sinnvollen Zweck unterstützen möchten.“
Bürgermeister Michael Werner, der selbst 12 Päckchen an seine Mitarbeiter*innen verschenkte, freute sich über diese Idee und gab zugleich den Anstoß für eine Zuwendung in räumlicher Nähe zur Röhnperle.
Stellvertretende für den Hospizverein freute sich der Vorstandsvorsitzende Richard Knaier die Spende in Höhe von 500 Euro entgegen nehmen zu dürfen.
Archivmeldungen 2023
Qualifizierende Vorbereitung der Hospizbegleiterinnen startete im Oktober 2023
Für zwölf Frauen hat im Oktober die Qualifizierung zu Hospizbegleiterinnen beim Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V. begonnen.
„Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die manches abverlangen wird, aber es ist auch ein zutiefst erfüllendes Ehrenamt, dem ihr viele wunderbare und bereichernde Momente verdanken werdet.“ Mit diesen Worten begrüßte der Vorstandsvorsitzende Richard Knaier die neuen Ehrenamtlichen. Für ihre kommende Aufgabe absolvieren sie eine mehrmonatige Qualifizierung. Theorie und Praxis soll sie umfassend auf ihr späteres Ehrenamt vorbereiten.
Um der gesamten Vielfalt der Hospizarbeit Rechnung zu tragen, decken die einzelnen Abende ein breites thematisches Spektrum ab. Neben ethisch-spirituellen Aspekten beschäftigen sich die Teilnehmer/innen vor allem mit dem Sterbe- und Trauerprozess sowie mit den verschiedenen Trauerritualen. Eine besondere Rolle in der Praxis spielt die Kommunikation mit dem Sterbenden und seinem Umfeld.
Nach Abschluss ihrer Qualifizierung sind die Teilnehmerinnen ehrenamtlich tätig. So leisten sie Beistand auf dem letzten Lebensweg, unterstützen Betroffene mit Empathie und Menschlichkeit, bieten ihren An- und Zugehörigen ein offenes Ohr und stehen als kompetente Ansprechpartner/innen zur Seite. Diese kostenfreie Begleitung wird als große Entlastung in der letzten Lebensphase empfunden.
„Das ist eine Investition in die Zukunft, von der am Ende alle profitieren – die Betroffenen wie auch die Hospizbegleiter/innen“, betont Richard Knaier und heißt die „die neuen Ehrenamtlichen“ herzlich willkommen im Hospizverein.
Verkaufsoffener Sonntag „Offene Tür des Hospizvereins“
Im Rahmen des Verkaufsoffenen Sonntags öffnete der Hospizverein seine Türe. Es fanden viele Informationsgespräche statt. So zeigte sich wieder, dass der Umzug des Hospizvereins in die Hohnstrasse vor einem Jahr die richtige Entscheidung war. Eine Stufe trennt nun den Hospizverein von der Fußgängerzone.
Besonders bei den Kindern waren die kleinen Windrädchen und Süßigkeiten eine willkommene Abwechslung beim entspannten Bummel durch die Innenstadt.
Gesprächspartner waren an diesem Sonntag Traudl Nöth, Lisa Büttner-Schauer, Stefanie Frey und Rolf Kurz.
Ein „Danke schön Abend“ für die Hospizbegleiter/innen
Am Donnerstag, 28.09.2023 wurde der jährliche ökumenischen Gedenk- und Stärkungsgottesdienst des Hospizverein Rhön Grabfeld e.V. in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Bad Neustadt gefeiert.
Eingeladen waren alle Bürger/innen, die in letzter Zeit einen nahen Menschen verloren haben. Alle Hospizbegleiter/innen konnten in diesem Gottesdienst Stärkung für ihre ehrenamtliche Tätigkeit erfahren.
Im Anschluss trafen sich die ehrenamtlichen Hospizbegleiter/innen zum jährlichen „Danke schön Abend“ im Gemeindehaus. Einen großen Dank sprach der Vorsitzende Herr Richard Knaier allen im Hospizverein tätigen Ehrenamtlichen für den ganzjährig geleisteten Einsatz aus.
Den Abend untermalte Gaby Gröschel mit Geschichten in fränkischer Mundart und Herbert Waibel begleitete musikalisch mit eigenen Kompositionen. Für die Gestaltung des Gottesdienstes war ein Team um Frau Traudl Nöth zuständig.
Besuch des Meininger Hospiz „Dr.-Jahn Haus“
Anfang September besuchte eine Hospizgruppe das Hospiz „Dr.-Jahn Haus“ in Meiningen. Bei einer Hausführung konnte die Einrichtung mit dem familiären Charakter besichtigt werden.
Herr Konrad Müller, Leiter der Einrichtung konnte aufgrund seiner langjährigen Erfahrung nicht nur über das Aufnahmeverfahren, der Finanzierung und dem Einzugsverfahren informieren. Viel mehr ging es um den „Gast“ der mit den An- und Zugehörigen in der letzten Lebensphase individuell und ganzheitliche Betreuung erfährt. Wünsche und Bedürfnisse der Gäste stehen im Zentrum des Handelns und der Versorgung.
In einer anschließenden Runde konnte Herr Müller alle noch offenen Fragen der Teilnehmer beantworten.
Die Teilnehmer kamen zu dem Entschluss, das Meininger Hospiz ist ein Ort des Lebens.
Hospizbegleiter genießen Panoramaausblicke in der Rhön
Bei strahlendem Sonnenschein wanderten Hospizbegleiter unter der Leitung von Rita Lörzel in der bayerischen Rhön. Über Feld und Flur führten die Wege von Roth zur Pfingstwiese und zur Waldkirche nahe Sondheim/Rhön. Hier bot sich ein herrlicher Ausblick und die Rhöner Heimat zeigte sich in den verschiedensten Facetten. Dann ging es durch den herbstlichen Wald, wo die erfahrene Wanderführerin als nächstes Ziel den Silbersee ausgewählt hatte. Die Hospizbegleiter wurden auf ihrer Tour mit Panoramaausblicken über die Rhöner Berge belohnt. Im Braustüble in Roth klang der Wandertag mit einem geselligen Beisammensein aus.
Kräuterbüschelverkauf für einen guten Zweck
Die Damen des Katholischen Frauenbundes Heustreu haben zum Hochfest Maria Himmelfahrt Kräuterbüschel gebunden. Die gesegneten Kräuterbüschel durften von den Gottesdienstbesuchern gegen eine Spende mitgenommen werden. Der Erlös von ca. 90 Kräuterbüschel und der Erlös vom gemütlichen Beisammensein beim Annafest wurden zu Gunsten des Hospizverein Rhön-Grabfeld gespendet. Hierbei wurde der Gesamterlös von 600 Euro an die Koordinatorin Silvia Rösing übergeben. Der Vorstand des Hospizverein bedankt sich herzlichst für die großzügige Spendenaktion.
Christine Gütling, Ute Herrmann, und Karin Manger vom Katholischen Frauenbund Heustreu überreichten der Koordinatorin Silvia Rösing eine Spende von 600 Euro.
Selbstbestimmt bis in den Tod – Informationsabend zum Thema assistierter Suizid
Es war kein leichtes Thema, zu dem der Hospizverein Rhön-Grabfeld seine aktiven Hospizbegleiter/innen eingeladen hatte.
Auf Veranlassung des Bundesverfassungsgerichtes musste sich auch der Bundestag mit diesem Thema befassen. Nachdem in der Folge der „assistierte Suizid“ auch gesellschaftlich intensiv diskutiert wird, hat der Hospizverein Rhön-Grabfeld zu einem Informationsabend eingeladen.
Die leitende Oberärztin Dr. Ute Hiby erklärte die rechtliche Grundlage und die aktuelle politische Situation. Danach ging sie auf die Unterschiede zwischen aktiver Sterbehilfe, Beihilfe zum Suizid, Sterbenlassen und Sterbebegleitung ein. Ein wichtiges Thema waren Sterbewünsche von Menschen, die an einer Lebens-limitierenden Erkrankung leiden. Der Fokus der Hospizbegleitung liegt im Wahrnehmen und erkennen dieser Wünsche, dem verstehen ohne zu urteilen oder zu bewerten. In der anschließenden Diskussion wurden facettenreiche Fragen gestellt.
Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig, dass der Schwerpunkt der Hospizarbeit in der Suizidprävention liege.
Ausflugsfahrt des Hospizverein zum Friedweinberg nach Nordheim am Main
Der neue Friedweinberg in Nordheim war das Ziel von ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleitern des Hospizvereins Rhön Grabfeld.
In Nordheim angekommen, gabs nach einer kurzen Wanderung eine Stärkung bei Kaffee und Kuchen. Danach gings zum Friedweinberg, wo schon Frau Bürgermeisterin Saeger und Landschaftsarchitekt Arnold auf die Besucher aus der Rhön warteten.
Der Friedweinberg in Nordheim – der erste in ganz Deutschland – wurde 2018 eröffnet und hat sich in 2023 im Architektenwettbewerb „Architektouren“
Qualifiziert. Die letzte Ruhestätte in einem Teil des Nordheimer Friedhofs erfreut sich einer sehr großen Nachfrage und umfasst ca. 200 Rebstöcke, umgeben von Weinbergen an den Hängen der Mainschleife.
Die Teilnehmer freuten sich zum Abschluss im Rahmen einer Weinverkostung über eine zünftige Brotzeit auf der Hallburg.
Dreizehn neue Hospizbegleiter des ambulanten Hospizverein Rhön-Grabfeld ausgebildet
Acht Monate setzten sich dreizehn Frauen mit den besonderen Bedürfnissen und Anforderungen Schwerstkranker, Sterbender und deren Angehöriger auseinander. Es sind intensive Monate, die hinter den Teilnehmerinnen des Ausbildungskurses für ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen liegen.
Bei einer Abschlussfeier wurden die Zertifikate feierlich den Teilnehmern überreicht und somit in das Team der Hospizbegleiter*innen aufgenommen.
Jahreshauptversammlung 2023
Am 12.04.2023 fand die Jahreshauptversammlung des Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V. im Gemeindesaal Mariä Himmelfahrt statt. Der Vorstandsvorsitzende Herr Richard Knaier informierte die Zuhörer über Vereinsthemen und Zahlen des vergangenden Jahres. Im Anschluss wurde dem Gründungsmitglied Herrn Rolf Kurz die Urkunde der Ehrenmitgliedschaft überreicht.
Archivmeldungen 2022
Spendenübergabe Benefizkonzert Heeresmusikkorps
Bereits im Dezember fand ein Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Veitshöchheimin der Stadtpfarrkirche in Bischofsheim i.d.Rhön statt.
Der Vorsitzende des Hospizvereins Rhön-Grabfeld Richard Knaier und die Vertreter der Elterninitiative für die Kinderkrebsstation „Regenbogen“ der Universität Würzburg Simone und Manfred Stumpf, freuten sich nun bei der Übergabe sehr über die Unterstützung für eine direkte Verwendung. Die Besucher erlebten ein Konzert der Extraklasse und hatten über 3000 Euro gespendet, die je zur Hälfte an die beiden Organisationen gingen.
Bürgermeister Georg Seiffert freute über die gelungene Veranstaltung und möchte sich nochmals ganz herzlich beim Heeresmusikkorps Veitshöchheim und den spendenfreudigen Konzertbesuchern bedanken.
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
Getreu diesem Grundsatz spendet der Katholische Frauenbund Zweigverein Wollbach im Januar 2023 600 Euro für den Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V.
Der Spendenbetrag setzt sich aus vielen Aktivitäten des Katholischen Frauenbunds zusammen.
Erste Vorsitzende Frau Gerlinde Finsterle übergab den Scheck in den neuen Räumlichkeiten des Hospizvereins. Mit großem Dank nahm Frau Heike Sahin, Koordinatorin, die Spende entgegen und freut sich über die Unterstützung und Wertschätzung der Arbeit des ambulanten Hospizvereins.
Spendenübergabe Frauenbund Unsleben an den Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V.
Am 27.11.2022 überreichte die Vorsitzende des katholischen Frauenbund Frau Ruth Gensler dem Hospizverein Rhön-Grabfeld eine Spende in Höhe von 500 Euro.
Koordinatorin Frau Heike Sahin nahm die Spende dankend entgegen.
Dankeschön Abend für ehrenamtliche Hospizbegleiter/-innen
Zu einem gemütlichen Beisammensein hat der Vorstand des Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V. eingeladen.
Im Willkommensgruß dankte der Vorstandsvorsitzende Richard Knaier allen ehrenamtlich engagierten Damen und Herren für ihren hochgeschätzten Dienst in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen.
Frau Dr. Elsa Hartwig wurde für ihre langjährige aktive Tätigkeit im Hospizverein als Ehrenmitglied im Verein geehrt.
Das lebhafte Vortragen von unterhaltsamen Geschichten, mit der Untermalung eines Klavierspiels rundete den Abend ab.
In froher Runde genoss die versammelte Gemeinschaft den Abend.
Bestattungen im Wandel der Zeit
Am Dienstag, den 16. November 2022, lud das Bestattungsunternehmen Suckfüll den Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V. zur Betriebsbesichtigung ein.
Unter dem Motto „Bestattungen im Wandel der Zeit“ erhielten die Hospizbegleiter Informationen darüber, wie eine würdevolle und individuelle Bestattung organisiert und durchgeführt wird. Dabei gab die Geschäftsleiterin Frau Alexandra Mahlmeister und Mitarbeiterin Frau Silvia Illig Einblicke in die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des Abschiednehmens und der Trauerfeiern, zum Beispiel durch Trauerreden, persönliche Beiträge der Trauernden sowie durch die Musikauswahl.
Fragen Rund um das Thema Bestattungsvorsorge wurden ausgiebig beantwortet. Weitere Aufmerksamkeit richtet sich auf die Themen zur Auswahl der Grabstätte, zum Ort der Beisetzung und der letzten Ruhe.
Die Teilnehmer waren sich alle einig, auf dem letzten Weg ist man bei der Firma Suckfüll in guten Händen.
Sechs neue ehrenamtliche Hospizbegleiter/-innen für die Region Rhön Grabfeld
Gestorben wird immer – darüber gesprochen jedoch viel zu wenig!
Umso größer ist die Freude und das Engagement im Bad Neustädter Hospizverein, der bereits zum 10. Mal einen qualifizierten Vorbereitungskurs für die ehrenamtliche Sterbebegleitung anbieten und erfolgreich abschließen konnte.
Vom 03.11.2021 – 27.07.2022 setzten sich die sechs neuen Ehrenamtsanwärter/-innen mit den unterschiedlichsten Themen rund um den Tod auseinander.
Begleitet und unterstützt wurden sie dabei stets von den beiden Koordinatorinnen
Heike Sahin uns Silvia Rösing, die neben der Organisation auch abseits der vorgegebenen „Arbeitsstunden“ immer ein offenes Ohr für alle Belange und Fragen der Anwärter/-innen haben.
Darüber hinaus wurden für alle großen Themenblöcke erfahrene Referenten/-innen eingeladen, die der Gruppe in Vorträgen, mit Bild- und Filmmaterial, in Rollenspielen/Gruppenarbeiten uvm. den Einstieg in die Hospizarbeit verdeutlicht und erleichtert haben.
In den gemeinsamen Theoriestunden vermischten sich die Lernprozesse mit der offenen Preisgabe eigener Erfahrungen, so dass die Einheiten mit großen Emotionen verbunden waren, welche zu einem tiefgründigen und schönen Gruppenzusammenhalt beitrugen und ein großes Vertrauen unter den Teilnehmer/-innen und Ausbildern hervorgerufen haben.
Begleiten und Entlasten, Halten und Aushalten, sich Zeit nehmen, individuelle Bedürfnisse erkennen, Hoffnungen und Ängste mittragen – all das sind die Aufgaben, welche die sechs Neulinge, dann auch bereits in ihrem Praktikum unter Beweis stellen durften und welche zukünftig zu wesentlichen Bestandteilen ihrer Arbeit werden.
Die hohe Nachfrage beweist, wie engagiert der Verein im häuslichen Bereich, in Alters- & Pflegeheimen, sowie auf der Palliativstation ist.
Daher startet bereits im November diesen Jahres ein neuer Ausbildungkurs, bei dem sich der Verein erneut über zahlreiche Interessenten/Anmeldungen freuen würde, um unter Beweis stellen zu können, wie bereichernd der Umgang mit dem Tod sein kann und wie wichtig es ist, ein Leben in Würde – bis zum Schluss – führen zu können.
Hospizverein jetzt im Herzen von Bad Neustadt
Ehrenamtliche Organisation ist jetzt leicht erreichbar in der Hohnstraße /
Einweihung am Welt-Hospiztag / Für Interessenten stehen die Türen offen
Der Hospizverein Rhön-Grabfeld hat ein neues Zuhause bekommen. Ab so-fort empfangen die Mitarbeiterinnen alle, die Unterstützung brauchen, wenn sie mit Sterben, Tod und Trauer konfrontiert sind. Die hellen freundlichen Räume sind zentral erreichbar im Herzen von Bad Neustadt in der Hohnstra-ße 13. Bei der Einweihung am Welt-Hospiztag am 8. Oktober informierten sich Bürgerinnen und Bürger in großer Zahl.
Einblick für Fachleute
Bereits am Vortag der öffentlichen Einweihung (7.10.) nutzten die Ansprechpartner aus den Arztpraxen, Pflegeheimen, Sozialstationen, das Rhön-Klinikum sowie ambulante und Intensiv-Pflegeeinrichtungen die Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten kennen-zulernen und mögliche Optimierungen in der guten Zusammenarbeit zu besprechen.
Leistungsspektrum für Interessierte
Am Eröffnungstag, dem 8. Oktober, strömten zahlreiche Interessenten in die Hohnstraße 13, um das Angebot, des im Jahr 2000 gegründeten Hospizvereins in Gesprächen und Vorträgen, kennenzulernen. Die Gäste zeigten sich vom kostenfreien Leistungsspektrum beeindruckt. Neben allgemeinen Informationen für Patienten und Angehörige, wie sie die letzte Lebensphase gut bewältigen können, berichtete das Team über die Arbeit des Hospizvereins, oder wie die Ausbildung zum Hospizbegleiter aussieht. Ebenfalls gab es Informationen über das Angebot der Trauerbegleitung, individuell oder in der Gruppe, oder die Beratungsmöglichkeit zur Patientenverfügung.
Ansprachen, Segnung und Schlüsselübergabe
In seiner Ansprache hob Bad Neustadts Bürgermeister Michael Werner hervor, dass die Dienste des Hospizvereins mit Geld nicht zu bezahlen seien, aber noch zu wenigen Bürgern bekannt sind. Mit seinem spontanen Beitritt und damit seinem Mitgliedsbeitrag setzte er ein Zeichen der Solidarität und Unterstützung. Seinem Beispiel folgten weitere anwesende Bürgermeister.
„Wir alle können den Tod nicht abstellen. In der Hospizarbeit richtet sich jedoch der Blick auf das Recht auf Leben, die Unversehrtheit und die Achtung der Würde im Ster-ben.“, führte Josef Demar, stellv. Landrat für den Landkreis Rhön-Grabfeld, in seiner Ansprache aus.
Ein besonderes Zeichen setzte die feierliche Andacht durch den kath. Pfarrer Reinhold Kargl und den ev. Pfarrer Joachim Barth. Anschließend folgte die Schlüsselübergabe an das Hospiz-Team.
Vorträge und Gespräche
Vertiefende Aspekte der Hospizarbeit vermittelten in Vorträgen die Koordinatorin Heike Sahin (Arbeit und Ausbildungsprogramme), Edeltraud Gögel (Trauerarbeit) und Astrid Maul (Patientenverfügung). Nach den Vorträgen ergaben sich interessante Gespräche. „Wir konnten wertvolle Aufklärungsarbeit für den Hospizverein leisten und klarmachen, dass wir nicht nur in der letzten Lebensphase zur Verfügung stehen, sondern mit vorbeugenden Beratungsangeboten, weit früher.“, unterstreicht der 1. Vorsitzende Richard Knaier zufrieden.
Bierprobe in der Brauerei Liesbach
An einem sonnigen Juni Tag unternahm der Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V. einen Ausflug zum Kollertshof.
Auf dem Programm stand eine Bierprobe des wohlschmeckenden Zwickelbier aus der Brauerei Liesbach.
Die Bürgermeisterin Frau Sonja Rahm überraschte die Gruppe mit einer musikalischen Untermalung.
Die Hospizbegleiter kamen einstimmig zu der Meinung, dass war nicht die letzte Flasche Zwickelbier aus der Brauerei Liesbach die sie getrunken haben.
Natur zum Anfassen
Eine Gruppe von ehrenamtlichen Hospizbegleitern unternahm am 11.05.2022 einen Kräuterspaziergang. Die Heilwirkungen der Wildkräuter, was man beim Sammeln beachten muss und die Nutzung der Pflanzen erklärte Hospizmitglied Evi Stäblein bei einem Kräuterspaziergang. Bei strahlendem Sonnenschein startet die Gruppe in Schönau. Evi Stäblein vermittelte wie man mit allen Sinnen die Natur gerade jetzt im Frühjahr erfahren kann. Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und Schmecken stand auf dem Programm. Die Teilnehmer wurden in Wegfurt mit einem kleinen „Tischleindeckdich“ von Evi Stäblein überrascht. Hier durften Teilnehmer anhand von selbstgemachten Kräuteraufstrichen und Säften die Kräfte der heimischen Natur erfahren und sich stärken. Eines ist sicher. Der Duft von frischem Waldboden und einer blühenden Kräuterwiese ist in der Rhön definitiv unvergleichbar!
Sieben neue Hospizbegleiter beendeten im April 2022 ihre Ausbildung
Schwerstkranke und Sterbende brauchen neben einer guten medizinischen und pflegerischen Versorgung vor allem eines: Menschen, die sich Zeit nehmen für Gespräche, die mal ernst und tiefgründig, manchmal aber auch voller Humor sein können. Jedes Jahr bietet der ambulante Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V. eine Ausbildung zum Hospizbegleiter an. Im März ist ein Kurs zu Ende gegangen, der für alle, die Teilnehmenden und die Organisatoren, eine besondere Herausforderung war.
Coronabedingt war nicht nur der Kursablauf unterbrochen worden – mehrere Trainingseinheiten konnten nur an der frischen Luft, praktische Übungen mussten auch in Präsenz wegen der Abstands- und Hygieneregeln teils anders gestaltet werden als normalerweise. Das war eine große Anstrengung für alle. Im Nachhinein muss man sagen, dass vielleicht gerade durch die Schwierigkeiten, die man gemeinsam gemeistert hat, ein sehr intensiver und guter Zusammenhalt in der Gruppe gewachsen ist.
Sieben neue Hospizbegleiterinnen von Anfang 30 bis Anfang 60 – stehen nun für den Hospizverein bereit. Sie stellen sich ehrenamtlich und mit dem in der Ausbildung erworbenen Wissen zur Verfügung, um andere Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt zu begleiten. Ein ehrenamtlicher Einsatz, ist sowohl im häuslichen Bereich, in Alten- und Pflegeheimen oder auf der Palliativstation möglich.