Aus dem Vereinsleben
Ein Dankeschön für das Ehrenamt:
Hospizbegleiter unterwegs in Münsterschwarzach und Sommerach
Der diesjährige Ausflug der ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleiter des Hospizvereins Rhön-Grabfeld führte zum Benediktinerkloster Münsterschwarzach. Bei einer beeindruckenden Führung durch Pater Simon erhielten die Teilnehmer tiefe Einblicke in das spirituelle Leben und das vielfältige Schaffen der Mönche.
Im Anschluss ging es weiter ins nahegelegene Sommerach, um bei einem gemütlichen Beisammensein in entspannter Atmosphäre und mit gutem Essen den gemeinsamen Tag ausklingen zu lassen.
Der Ausflug war ein herzliches Dankesschön für den unermüdlichen Einsatz der Hospizbegleiter.
Neuer Kurs für ehrenamtliche Hospizbegleiter gestartet
Einen wichtigen Schritt für das gesellschaftliche Miteinander haben 15 engagierte Frauen und Männer Anfang Oktober getan: Sie haben sich auf den Weg gemacht, um sich in einem Qualifizierungskurs zu ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleitern ausbilden zu lassen.
Die Hospizarbeit lebt von Menschen, die Zeit schenken, zuhören und schwerstkranke sowie sterbende Menschen und deren Angehörige auf ihrem letzten Lebensweg begleiten. Der neue Kurs bereitet die Teilnehmenden intensiv auf diese verantwortungsvolle und empathische Aufgabe vor.
Zum Auftakt wurden alle Kursmitglieder herzlich willkommen geheißen. Der Verein betont, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement für die Begleitung Betroffener in der Region ist, und wünscht allen Teilnehmenden eine lehrreiche, bereichernde und erkenntnisreiche Kurszeit.
Bevor ich sterbe, möchte ich… - Wünsche, die das Leben sichtbar machen
Internationales Mitmach-Projekt des Hospizvereins Rhön-Grabfeld lädt dazu ein, über das Wesentliche im eigenen Leben nachzudenken.
Was möchte ich in meinem Leben noch erleben? Welche Wünsche trage ich in mir? Und was ist mir wirklich wichtig? Fragen, die im Alltag oft in den Hintergrund rücken, stehen im Mittelpunkt des internationalen Streetart-Projekts „Before I die, I want to …“ – auf Deutsch: „Bevor ich sterbe, möchte ich …“.
Am 6. Oktober 2026 wurde die Mitmach-Ausstellung feierlich im Landratsamt Bad Neustadt an der Saale eröffnet. Sie lädt Menschen jeden Alters dazu ein, innezuhalten, über das eigene Leben nachzudenken und persönliche Wünsche anonym auf großen Tafeln im öffentlichen Raum festzuhalten.
Eröffnet wurde die Ausstellung von Landrätin Sonja Rahm, die betonte: “Das Projekt kann jeden abholen, egal in welcher Lebensphase. Unsere Bürgerinnen und Bürger wissen, was wertvoll ist und worauf es im Leben ankommt.“ Auch sie selbst ließ es sich nicht nehmen, einen eigenen Wunsch auf der Tafel zu hinterlassen.
Richard Knaier, Vorsitzender des Hospizvereins Rhön-Grabfeld, stellte bei der Eröffnung die Idee hinter dem internationalen Projekt vor. Die US-amerikanische Künstlerin Candy Chang hatte die Aktion ins Leben gerufen, um Menschen im öffentlichen Raum miteinander ins Gespräch zu bringen und ihnen einen Ort für ihre Gedanken, Träume und Hoffnungen zu geben.Knaier erläuterte außerdem, wie die Ausstellung über einen Zeitraum von zwei Jahren vorbereitet und realisiert wurde. Seinen herzlichen Dank richtete er an die zahlreichen Menschen und Akteure, die zur Umsetzung beigetragen haben.
Die beschriebenen Tafeln werden im Verlauf der Ausstellung immer wieder fotografisch dokumentiert. Die Aufnahmen werden anschließend, so ihr Wunsch, an Candy Chang, deren Ziel die Sichtbarmachung der vielfältigen Gedanken und Wünsche der Menschen ist, weitergegeben.
Wie gut das Angebot angenommen wird, zeigte sich schon wenige Tage nach der Eröffnung. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes beteiligten sich und schrieben ihre Wünsche auf die Tafeln.
Die Einträge könnten unterschiedlicher kaum sein. Manche erzählen von besonderen Erlebnissen, andere von persönlichen Zielen, von Familie oder davon, mit sich selbst ins Reine zu kommen. Da steht der Wunsch, noch einmal das Brahms-Requiem zu singen ebenso wie der Traum, mit den Enkeln den Eiffelturm zu besuchen. Andere möchten einen Tandemsprung über den Bergen wagen, sich einen Hund anschaffen, sich selbst besser verstehen oder den Two-Oceans-Marathon bestreiten.
Auch der Wunsch, einmal in einem Stadion zu spielen, findet seinen Platz. Und zwischen all den persönlichen Träumen steht ein Gedanke, der weit über das eigene Leben hinausweist: „… die Welt mit meinen Möglichkeiten ein wenig besser machen“.
Diese Wünsche zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig das ist, was Menschen bewegt. Es geht um Abenteuer und Begegnungen, um Mut und Selbstverwirklichung, um Familie, innere Zufriedenheit und die Frage, welchen Beitrag man für andere leisten kann.
Für zusätzliche Farbtupfer zwischen den Tafeln sorgen acht Kunstwerke von Schülerinnen des Rhöngymnasiums. Auf Initiative ihrer Kunstlehrerin hatten sie sich während der Sommerferien mit dem Thema „Before I die …“ auseinandergesetzt. Dabei entstanden ganz unterschiedliche Motive, darunter ein Kompass, ein Reisekoffer, eine Universität oder ein Meteoritenschauer. Bei der Eröffnung erläuterten die jungen Künstlerinnen eindrucksvoll die Gedanken hinter ihren Werken. Kurze Erklärungen unter den Bildern laden auch die Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Motive auf sich wirken zu lassen und eigene Assoziationen zu entwickeln.
Nach ihrer Premiere im Landratsamt wird die Ausstellung weiterziehen. Die nächste Station ist der Campus Bad Neustadt.
„Bevor ich sterbe, möchte ich …“ – dieser unvollendete Satz eröffnet einen Raum für Gedanken, die im täglichen Leben nicht immer ausgesprochen werden. Er erinnert daran, dass Wünsche keine Frage des Alters sind und dass es nie verkehrt ist, sich bewusst zu machen, was dem eigenen Leben Bedeutung gibt.
Gerade im Hospizbereich haben solche Fragen einen besonderen Stellenwert. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit kann den Blick auf das Leben verändern: auf das, was noch gelebt, erlebt, ausgesprochen oder vielleicht auch losgelassen werden möchte. Nicht jeder Wunsch muss groß sein. Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die uns glücklich machen und unserem Leben Tiefe geben.
Die Ausstellung lädt dazu ein, sich selbst diese Frage zu stellen – und vielleicht auch mit anderen darüber ins Gespräch zu kommen.
Bevor ich sterbe, möchte ich … Was würdest du auf die Tafel schreiben?
Einblicke in die Arbeit eines Klinischen Ethikkomitees
Der Hospizverein lud zu einem hochkarätigen Vortrag ein: Dr. Volker Ziegler sprach vor zahlreichen interessierten Zuhörern über die Bedeutung, Aufgaben und Fallbesprechungen eines Ethikkomitees im klinischen Alltag.
In der modernen Medizin stehen Behandler, Pflegekräfte und Angehörige oft vor schwierigen Entscheidungen am Lebensende oder bei komplexen Therapieverläufen. Genau hier setzt das Klinische Ethikkomitee an. Dr. Volker Ziegler erläuterte in seinem anschaulichen Vortrag, dass es sich dabei um ein interdisziplinäres Gremium handelt, das als beratende Instanz im Krankenhaus fungiert. Es unterstützt dabei, ethische Konflikte zu erkennen, strukturierte Lösungswege aufzuzeigen und die Würde sowie den wahren Willen von Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt zu stellen.
Wie sieht die Arbeit konkret aus? Anhand einer praxisnahen Fallbesprechung demonstrierte Dr. Ziegler, wie kontrovers ethische Dilemmata im Team diskutiert werden. Dabei ging es vor allem darum, verschiedene Perspektiven abzuwägen: Was ist medizinisch machbar, was ist ethisch geboten und was entspricht dem mutmaßlichen oder geäußerten Willen der betroffenen Person? Die lebhafte und zugleich respektvolle Diskussion machte deutlich, wie wichtig ein geschützter Raum für solche Reflexionen ist.
Im Anschluss an den Vortrag nutzten die anwesenden Hospizbegleiter die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen. Dr. Ziegler beantwortete diese fachlich fundiert, praxisnah und mit viel Feingefühl für die oft emotional belastenden Themen rund um Pflege, Medizin und Ethik. Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll die Vernetzung zwischen Hospizvereinen und klinischer Ethik für eine humane Begleitung am Lebensende ist.
Eine Vorstandsdelegation des Hospizverein Rhön-Grabfeld besuchte das Hospiz in Meiningen
Da es im Landkreis Rhön-Grabfeld und im ganzen nördlichen Unterfranken kein stationäres Hospiz gibt, ist das Hospiz Meiningen seit vielen Jahren ein wichtiger Partner für die Begleitung schwerstkranker Menschen aus der Region. Wenn die Möglichkeiten der ambulanten Versorgung ausgeschöpft sind und eine Betreuung zu Hause nicht mehr möglich ist, finden dort jedes Jahr mehr als 20 Patientinnen und Patienten aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld Aufnahme.
„Die Zusammenarbeit mit dem Hospiz Meiningen ist seit vielen Jahren hervorragend. Sie ist geprägt von Menschlichkeit, Vertrauen und kurzen Wegen. Wir wissen, dass Menschen aus unserem Landkreis dort bestens aufgehoben sind. Diese vertrauensvolle Partnerschaft gibt uns und den betroffenen Familien große Sicherheit“, betont Richard Knaier, 1. Vorsitzender des Hospizvereins Rhön-Grabfeld.
Um schwerstkranken Menschen eine bestmögliche Begleitung zu ermöglichen, arbeitet der Hospizverein Rhön-Grabfeld in einem eng verzahnten Versorgungsnetzwerk mit zahlreichen Partnern zusammen. Darunter die Palliativstation am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt, spezialisierte ambulante Palliativteams, Pflegeeinrichtungen, umliegende Hospizvereine sowie stationäre Hospize. Viele dieser Kooperationen reichen über die Landkreisgrenzen hinaus und sind für die Versorgung der Menschen in der Region unverzichtbar. Da insbesondere die stationären Hospize im nördlichen Bayern für Angehörige nur mit langen Anfahrten zu erreichen sind ist die Einrichtung in Meiningen seit Jahren eine unverzichtbare Institution für den Landkreis Rhön-Grabfeld.
Um eine Lücke im ungedeckten Finanzbedarf des Meininger Hospizes zu schließen hat sich die Vorstandschaft des Hospizvereines entschieden eine Spende über 10.000 € zu überreichen. Diese soll zur Befestigung eines Fußweges vom Wintergarten zum Pavillon verwendet werden. Somit können schwerstkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase die Natur auch im Pflegebett genießen.
Frisch auf zur lieben Rhön hinauf
… und anschließend leckere selbstgebackene Torten und deftige Brotzeiten in „Wärtlichs Stallcafé“ in Weisbach futtern. Rita Lörtzel hatte für unsere wanderfreudigen Mitglieder eine – nicht ganz so hoch hinauf gehende, aber dafür entspannte – Tour mit Einkehr geplant, bei der alles passte: Wetter toll, Wege toll, Einkehrmöglichkeit toll, Stimmung toll. Hoffentlich bald mal wieder!
Pressetermin zum Thema „Assistierter Suizid“: Ein wichtiges Gespräch mit der Main-Post
Manchmal kann es sich sehr schwer und überwältigend anfühlen, sich mit dem Thema „Assistierter Suizid“ auseinanderzusetzen oder in der Öffentlichkeit damit konfrontiert zu werden. Dennoch ist es ein zentrales und gesellschaftsrelevantes Thema, das Politik, Kirche und die Gesellschaft gleichermaßen bewegt.
Vor Kurzem hatten wir die Gelegenheit, Frau Brigitte Schmidt von der Main-Post zu einem ausführlichen Gespräch in unserem Verein zu begrüßen. Im Mittelpunkt des Interviews stand die Frage, wie wir als Hospizverein mit diesem sensiblen Themenfeld umgehen.
Unsere Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter Sabrina Rocco, Evi Stäblein und Martin Schiermeyer nutzten diesen Termin, um aus ihrer täglichen Praxis und ihren reichen Erfahrungen zu berichten. Dabei gaben sie tiefere Einblicke in die emotionale und ethische Dimension der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen.
Im Dialog wurden vielfältige Perspektiven erörtert:
- Die gesellschaftliche Wahrnehmung: Wie verändert sich der Blick auf Selbstbestimmung am Lebensende?
- Kirchliche und ethische Standpunkte: Welche Werte geben Halt und Orientierung?
- Politische Rahmenbedingungen: Welche Verantwortung trägt der Gesetzgeber im Umgang mit dem assistierten Suizid?
Es war für uns eine wertvolle Gelegenheit, als Ansprechpartner zu diesem gesellschaftsrelevanten Thema befragt zu werden und unsere Perspektive einzubringen. Wir freuen uns schon sehr auf die Veröffentlichung des Artikels in der Main-Post und werden den Beitrag.
Ein Nachmittag voller Licht und Besinnung
Bei strahlendem Sonnenschein erlebte eine Gruppe ehrenamtlicher Hospizbegleiterinnen und -begleiter einen besonderen Nachmittag der Einkehr. Ihr Weg führte sie in den idyllischen Markusgarten nach Hohenroth – einen Ort, der wie geschaffen ist, um der Hektik des Alltags zu entfliehen und neue Kraft zu tanken.
Der liebevoll gestaltete ehemalige Pfarrgarten beherbergt einen Rundweg mit zwölf eindrucksvollen Skulpturen. Jedes dieser Kunstwerke fängt eine zentrale Passage aus dem Markusevangelium ein und übersetzt die biblischen Worte in eine greifbare, visuelle Form. Die Stationen laden die Besucher dazu ein, Schritt für Schritt innezuhalten, den Blick schweifen zu lassen und den eigenen Gedanken Raum zu geben.
Begleitet wurde die Gruppe dabei von der Seelsorgerin Ursula Schäfer. Mit feinfühligen geistlichen Impulsen schlug sie gekonnt die Brücke zwischen den Kunstwerken und der biblischen Botschaft.
Gerade für Menschen, die sich in der Hospiz- und Palliativarbeit engagieren und andere in schweren Lebensphasen begleiten, sind solche Oasen der Ruhe von unschätzbarem Wert. Der Markusgarten hat einmal mehr bewiesen, dass er ein Ort der Begegnung ist – mit der Kunst, mit anderen Menschen und mit sich selbst.
Ein Sommerabend voller Herzlichkeit
Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen feierten die Hospizbegleiter des Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V. ihr diesjähriges Sommerfest im Garten der Rhöner-Spanferkelhütte in Unsleben. Bei knapp 35 Grad sorgten kühle Getränke gleich zu Beginn für die passende Erfrischung.
In ihrem Grußwort ließ die stellvertretende Vorsitzende Jennifer Rother das Jubiläumsjahr noch einmal Revue passieren. Sie machte deutlich, dass die vielen gelungenen Veranstaltungen nur dank des großen Engagements der ehrenamtlichen Hospizbegleiter möglich waren. Mit dem Sommerfest bedankte sich der Verein bei allen, die unentgeltlich Menschen am Lebensende begleiten, Angehörige entlasten und Trauernde unterstützen. Außerdem gab sie einen Ausblick auf die im Herbst beginnende Wanderausstellung „Before I die,…” (“Bevor ich sterbe, möchte ich…”).
Für einen besinnlichen Einklang sorgte Gemeindereferentin Ursula Schäfer mit einem geistlichen Impuls und gemeinsamen Liedern.
Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Das Spanferkel fand großen Anklang und das Zusammensein bot reichlich Gelegenheit für gute Gespräche. Der Abend klang in herzlicher Atmosphäre aus und zeigte wieder einmal, wie wertvoll das Miteinander in der lebendigen Hospizgemeinschaft ist.
Acht neue Hospizbegleiter für den Landkreis Rhön-Grabfeld zertifiziert
Große Freude beim Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V.: Acht engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben ihre intensive Qualifizierung zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung im Juli 2026 erfolgreich abgeschlossen. In den Räumen des Vereins in der Hohnstraße 13 in Bad Neustadt übergab der 1. Vorsitzende Richard Knaier nun feierlich ihre Zertifikate.
Hinter den Teilnehmenden liegen mehrere Monate intensiver Vorbereitung. In rund 100 Unterrichtsstunden setzten sie sich theoretisch und praktisch mit den sensiblen Themen Sterben, Tod und Trauer und der eigenen Hospizlichen Haltung auseinander. Neben Kommunikationsausbildungen und dem Umgang mit schweren Krankheitsbildern stand vor allem die psychosoziale Unterstützung der Betroffenen und ihrer Angehörigen im Fokus.
Die neuen Hospizbegleiter werden künftig genau dort eingesetzt, wo Unterstützung dringend gebraucht wird: zu Hause bei den Familien, in Pflegeheimen oder auf Palliativstationen im gesamten Landkreis. Sie schenken schwerkranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase das Kostbarste, was es gibt – Zeit, ein offenes Ohr und verlässliche menschliche Nähe. Gleichzeitig entlasten sie damit die pflegenden Angehörigen im Alltag.
Der Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V. betont, wie wichtig diese Verstärkung für die Region ist. Das Ehrenamt bildet das tragende Fundament der lokalen Hospizarbeit, die für die Betroffenen komplett kostenfrei angeboten wird.
Nach dem offiziellen Teil und der Übergabe der Zertifikate ging es für die Gruppe zum gemütlichen Teil über. Bei einem anschließenden gemeinsamen Abendessen im Hotel Ristorante da Rosario feierten die acht Absolventen zusammen mit den Kursleitern und Referenten den erfolgreichen Abschluss. In entspannter, italienischer Atmosphäre ließen sie die gemeinsame Ausbildungszeit Revue passieren und blickten gestärkt auf ihre zukünftige, verantwortungsvolle Aufgabe.
Frauenfrühstück in Hollstadt
Am Samstag, den 25.04.2026 versammelt sich über 40 Frauen im Alten Rathaus in Hollstadt. Nach dem Genuss eines liebevoll vorbereiteten Frühstücks von der Vorstandschaft des Frauenbundes wurde der Hospizverein Rhön-Grabfeld e. V. von Frau Heike Sahin Koordinatorin vorgestellt. Frau Christl Koletnik bedankte sich für den interessanten Vortrag und überreichte Frau Heike Sahin eine Spende in Höhe von 200,00 € für den Hospizverein schön verpackt mit einem Blumengebinde.
Jahreshauptversammlung des Hospizverein Rhön – Grabfeld e.V.
Rückblicke, Fakten, Ausblicke – Was im Hospizverein Rhön-Grabfeld im zurückliegenden Jubiläumsjahr zum 25jährigen Bestehen des Vereins geschah, würdigte Richard Knaier als 1. Vorsitzende des Vereins am 24.03.26 bei der Jahreshauptversammlung im Pfarrheim Mariä Himmelfahrt in Bad Neustadt. Dabei dankte er u.a. den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die mit ihrem Engagement zum Gelingen der Jubiläumsveranstaltungen beigetragen hatten. Insgesamt kann der Verein auf viele Erfolge aus dem letzten Jahr zurückblicken: Elf Teilnehmende haben den Qualifizierungskurs als Hospizbegleiter abgeschlossen, neun Personen besuchen den aktuellen Kurs, und für die nächste Gruppe gibt es ebenfalls schon Anmeldungen.
Sehr gefragt waren weiterhin die Vorträge und Beratungen zu den Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, ebenso die Trauerbegleitungen im Rahmen von Einzel- und Gruppengesprächen. Die Teams dieser Bereiche werden sich demnächst vergrößern, da mehrere Hospizbegleiter sich bereit erklärt haben, an entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen teilzunehmen. Sehr gut angenommen wurde auch das neu konzipierte regelmäßig stattfindende Trauercafé.
Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit waren der Infostand am verkaufsoffenen Sonntag, Vorträge in der Volkshochschule, die Homepage einschließlich des Newsletters sowie Informationen auf Instagram Möglichkeiten, sich über Aktivitäten des Hospizvereins zu informieren. Für die Ehrenamtlichen, denen der Vorsitzende für die konstruktive Zusammenarbeit dankt und die viel Zeit und Arbeit investieren, hat der Verein die Möglichkeit, so der Hinweis, im Rahmen der Ehrenamtspauschale Steuerbescheinigungen auszustellen.
Als interessante Neuerung wurde noch das Konzept der in einem Seniorenheim geführten Hospiz-WG in Burkardroth vorgestellt.
Heike Sahin als Koordinatorin fügte ergänzend hinzu, dass im vergangenen Jahr 60 aktive Hospizbegleiter insgesamt 145 Menschen auf der Palliativstation, zu Hause oder im Seniorenheim begleiteten. Sie wies zudem auf die gute Netzwerkarbeit mit den SAPVs, der Palliativstation, dem Pflegestützpunkt, der Presl-Stiftung, den Pflegelotsen sowie der Lebenshilfe hin.
Angesprochen wurde noch das Raumproblem, dass entsteht, wenn unvorhergesehen so viele Anmeldungen für Vorträge und Veranstaltungen eingehen, dass die eingeplanten Örtlichkeiten nicht ausreichen. Der anwesende 1. Bürgermeister Michael Werner reagierte darauf dankenswerterweise mit der Zusage, sich in einem solchen Fall um ein kurzfristiges Zurverfügungstellen von Räumlichkeiten zu bemühen.
Zum Abschluss der Veranstaltung nahmen die Teilnehmer bei einem kleinen Imbiss die Gelegenheit wahr, sich untereinander auszutauschen.
„Lies mal wieder…“
Mit dieser Veranstaltung vom 10. Februar gaben die Hospizbegleiterinnen Antonia Hans und Stefanie Frey durch lebhaftes Vorstellen und Vorlesen Einblicke in Bücher, die sich im engeren und weiteren Sinne mit der Hospizarbeit beschäftigen. Nach Durchsicht zahlreicher Lektüren zum entsprechenden Thema hatten folgende Bücher die Leserinnen besonders begeistert und wurden daher vorgestellt:
- Petra Frey: „Lizenz zum Händchenhalten: Sie werden lachen, es geht um den Tod“
- Felix Hütten: „Sterben lernen“
- Leonie Jung: „Umzug in den Himmel“
- Barbara Pachl Eberhard: „vier minus drei“
- Matthias Brandt: „Blackbird“
- Anthony McCarten: „Superhero“
- Arno Geiger: „Reise nach Laredo
Die beiden verstanden es, durch ihre eigene Begeisterung Neugierde auf die unterschiedlichen Lektüren zu wecken, so dass im Anschluss einige sofort aus der Bibliothek des Hospizvereins ausgeliehen wurden. Alle Titel stehen dort weiteren Interessenten zur Verfügung.
Sonja Rahm zu Besuch im Hospizverein
Im Rahmen der Landratswahlen stellten Mitglieder des Hospizvereins der Kandidatin Sonja Rahm die vielschichtige Arbeit des Hospizvereins vor.
An alle Engagierten richtete sie ihren Dank für ihren Einsatz.
„Oh Gott, oh Gott…“ - Anleitung zum freien Gebet
In Begleitsituationen wird der Wunsch an die Hospizbegleiter herangetragen miteinander zu beten. Nur was sind die richtigen Gebete? Wie geht das – frei beten? Ursula Schäfer Seelsorgerin, Geistl. Begleiterin hat an diesem Abend, den Teilnehmern Impulse und Tipps für ein natürliches, offenes Gespräch zum freien Gebet vorgestellt. Denn das Gebet kann so individuell wie der Glaube sein.
Spendenlauf für den Hospizverein
Wie auch in den letzten Jahren fand in Nordheim der Silvesterlauf zugunsten des Hospizvereins Rhön-Grabfeld statt, professionell organisiert von Daniela Mütner vom Ferienhof Mültner. 5 bis 15 Kilometer waren je nach Fähigkeiten durch Wandern, Walken oder Laufen zu bewältigen.
Wem bei eisigen winterlichen Temperaturen anschließend immer noch nicht warm genug war, der konnte sich gemeinsam mit den weniger Sportlichen an der Feuertonne und der gemeinsamen gute Laune wärmen. Spenden der Bäckerei Lenhardt, Unterstützung der Firma Hartmann sorgten für Stollen, Plätzchen und Apfelpunsch, fleißige Teilnehmer hatten Kuchen gebacken.
Am Ende konnte Daniela Mültner das mit 800 Euro gefüllte Sparschwein an die 2. Vorsitzende des Hospizvereins Rhön-Grabfeld, Jennifer Rother, übergeben.
JOPP erfüllt letzte Herzenswünsche – Spende für den Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V.
Wenn Zeit kostbar wird, zählen die kleinen und großen Herzensmomente umso mehr. Mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro unterstützt JOPP den Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V. und dessen Aktion „Before I die – I want to..“ (zu deutsch: Bevor ich sterbe möchte ich…) in der die Menschen aufgefordert werden sollen sich mit dem Tod und der eigenen Vergänglichkeit auseinanderzusetzen.
Im Rahmen der Übergabe überreichten die JOPP-Geschäftsführer Martin Büchs und Richard Diem den Spendenscheck an Richard Knaier, 1. Vorsitzender des Hospizvereins, sowie an Helga Sterzinger, Schatzmeisterin des Vereins.
Christof Herbert zu Besuch im Hospizverein
Mitglieder des Hospizvereins stellten Christof Herbert dem Landratskandidaten für Rhön Grabfeld die vielschichtige Arbeit des Hospizverein vor.
An alle Engagierten richtete er seinen Dank für ihren Einsatz.
Kinoabend in Bad Königshofen
Im Kino Stadtsaal Lichtspiele in Bad Königshofen gab es zum Abschluss des 25-jährigen Jubiläums des Hospizvereins eine Sondervorstellung von Emmanuelle Bercots französisch-belgischem Filmdrama „In Liebe lassen“.
Der geschätzter Schauspiellehrer Benjamin erfährt mit 39 Jahren von seiner unheilbaren Krebserkrankung. Unbeholfen verweigert er sich allen Hilfsangeboten. Erst durch den Kontakt zu einem renommierten Onkologen ist es ihm möglich, sich seiner Krankheit zu stellen. Um seinen Frieden mit dem Tod zu schließen, verbleiben ihm vier Jahreszeiten.
Ein besonderer Kinoabend, der zum Nachdenken angeregte.
Trauer nach Suizid - AGUS-Selbsthilfegruppe stellt sich dem Hospizverein vor
Jedes Jahr sterben in Deutschland über 10.000 Menschen durch Suizid. Das sind doppelt so viele wie durch Verkehrsunfälle. Die Angehörigen trifft dies in der Regel plötzlich und völlig unvorbereitet. Die anschließende Trauer ist verbunden mit Schuldgefühlen, Scham und Selbstzweifeln, und viele Menschen wenden sich aus Unsicherheit von den Trauernden ab. Dazu kommen weitere innere und äußere Faktoren, die speziell die Trauer nach einem Suizid bestimmen und beeinflussen. In dieser schweren Phase gibt AGUS (=AnGehörigeUmSuizid) Hinterbliebenen Halt und Orientierung. In angeleiteten Selbsthilfegruppen führt der Austausch mit anderen Betroffenen dazu, offen über das Erlebte sprechen zu können sowie Verständnis und Trost von Menschen zu bekommen, die Ähnliches erlebt haben.
In einem Vortrag für den Hospizverein Rhön-Grabfeld e.V. stellten Gabi Mack und Andrea Scheidel die Arbeit der AGUS-Selbsthilfegruppen vor. Im Anschluss folgte ein reger Austausch mit dem Publikum.